Tödliche Wirkung von Pferdewurmkuren bei Hunden


Wurmkuren für Pferde können für Hunde tödlich sein!

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MDR1-Defekt beim Hund und Arzneimittelunverträglichkeit
bei den Hunderassen Collie, Australian Shepherd, Shetland Sheepdog, Longhaired Whippet, Silken Windhound, MacNab, English Shepherd, Weißer Schäferhund, Bobtail, Border Collie und Deutscher Schäferhund ist ein Erbdefekt im sog. MDR1-Gen weit verbreitet. Dieser führt zu einem vermehrten Übertritt von Arzneistoffen in das zentrale Nervensystem und kann bei der Anwendung von Arzneistoffen wie Ivermectin, Moxidectin, Doramectin, oder Loperamid gravierende Vergiftungen auslösen. In zahlreichen Fällen kam es zum Tod der betroffenen Hunde. Bei Vorliegen eines MDR1-Defektes steht die sichere Anwendung einer Vielzahl weiterer Arzneistoffe in Frage, so dass eine vorbeugende Diagnose anzuraten ist. Hierfür steht ein patentierter molekulargenetischer Test zur Verfügung, welcher von der TransMIT GmbH (https://www.transmit.de/mdr1-defekt/index.html) in Gießen angeboten wird.
Scheinbar ist die Kenntniss über diesen MDR1-Defekt beim Hund noch immer unzureichend bekannt da immer noch viele Fälle von Vergiftungen registriert werden.
Ein Problem im Zusammenhang mit dem MDR1-Defekt beim Hund stellt auch immer wieder die Entwurmung von Pferden da. Im Herbst, wenn die Weidesaison zu Ende geht und die Pferde aufgestallt werden, wird in der Regel eine Wurmkur gegen Magendassel-Larven mit Ivermectin/Moxidectin durchgeführt. Dabei kommt es immer wieder zu Vergiftungsfällen bei Hunden mit, aber auch ohne MDR1-Defekt. Eine nicht korrekt durchgeführte Anwendung, offen liegengelassene Wurmkuren oder auch das Herausfallen von Wurmkurresten aus dem Pferdemaul stellen hierbei die häufigsten Intoxikationsquellen da. Seit 2009 neu auf dem Markt sind Entwurmungs-Tabletten für das Pferd, die wie ein Pferdeleckerli gefüttert werden und auch so schmecken. Da der Hund gerne eine solche gutschmeckende Tablette frisst, nimmt er so auf einmal sehr hohe Wirkstoffmengen auf.
Es gilt also: werden im Herbst die Pferde entwurmt, oder zu anderen Jahreszeiten aufgrund von Resistenzen Wurmmittel mit dem Wirkstoff Ivermectin/Moxidectin (z. B. Eraquell, Furexel, Equest) verabreicht werden, sollten Hunde, insbesondere MDR1-/- vom Pferdestall ferngehalten werden. Auch der Kot der Pferde enthält in den ersten 48 Std. nach der Applikation toxische Wirkstoffmengen.
Es ist auch möglich den Hund auf den MDR1-Defekt testen zu lassen.
Alle Info´s zum Thema findet Ihr unter www.uni-giessen.de/mdr1-defekt
Dieser Text mit freundlicher Genehmigung von
Prof. Dr. Joachim Geyer – Universität Gießen

 

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